Unsichtbar – oder eins mit der Natur?

Ich liebe es in der Natur zu sein, vor allem abseits der ausgewiesenen Wege.
Ich liebe den Duft der Erde und der Pflanzen.
Ich liebe es den unebenen Boden unter meinen Füßen zu spüren, das weiche Gras und Moos, steinigen Boden, die Wurzeln der Bäume.
Ich liebe es in die Magie der Natur einzutauchen. So rein und so klar.

„Nimm dir Zeit dafür,
in der Natur zu sein.
Finde Zeit dafür.
Nimm dir Zeit.“

Zitat aus Solomon spricht, Über ein Leben in Verbundenheit
von Eric Pearl und Frederik Ponzlow
Koha-Verlag, Seite 158

So saß ich eines Tages an einem meiner Lieblingsplätze, schloss die Augen und fühlte die Liebkosungen der Natur. Vollkommen selbstvergessen öffneten sich irgendwann meine AugenAufgepasst und ich sah einen jungen Hirsch langsam direkt auf mich zukommen.  Er war schon sehr nah. Noch einige Schritte und ich hätte ihn berühren können. Als mein Verstand einsetzte, dachte ich zuerst, es wäre eine Vision, denn die wilden Tiere sind hier sehr scheu. Man bekommt sie selten zu sehen. Blitzschnell registrierte ich aber, dass der junge Hirsch hier sehr real war. Genau in diesem Moment wurde mir ebenso blitzartig klar, dass er mich umlaufen würde, denn er kam ja schnurstaks direkt auf mich zu, ohne mich anzuschauen. War ich etwa unsichtbar für ihn?

Was geschah? Ich erschrak innerlich – der Hirsch zuckte zusammen und sprang zur Seite weg in die Büsche. Mit klopfendem Herzen blieb ich zurück. Wie dumm, was ängstliche Gedanken so anrichten können!

Wäre ich in diesem tiefen verbundenen Bewusstseinszustand geblieben, dann hätte der junge Hirsch wahrscheinlich einfach nur an mir gerochen und es wäre eine wundervolle natürliche Begegnung gewesen, von Wesen zu Wesen. Bei kleineren wilden Tieren (Falke, Eichhörnchen, Kaninchen, …) hatte ich das ja schon erlebt … . So war ich im Nachhinein etwas traurig und enttäuscht von mir selbst. Trotzdem blieb das Erlebnis auch als schöner, unvergesslicher Moment in meinem Herzen.

Ich fragte mich oft, wie wilde Tiere uns Menschen betrachten. Was nehmen sie wahr? Und was nehmen sie wahr, wenn wir in einem tiefen verbundenen Zustand mit der Natur sind, wie sie selbst? Die Antwort auf diese Fragen bekam ich auf überraschende Weise einige Jahre später.

geweihBei einem gemeinsamen Spaziergang im Wald fand ein Freund dieses kleine Geweih und gab es mir. Sofort erinnerte ich mich an mein Erlebnis mit dem Hirsch. Irgendwann, als ich mich mit meinen Fundstücken beschäftigte und sie versunken betrachtete, hatte ich das Bedürfnis, mir selbst das Kopfstück des Geweihs an mein drittes Auge zu halten … . Mit einem Mal nahm ich innerlich die Welt wahr, wie dieses Tier, dem das Geweih gehört hatte, sie sah. Eine unbeschreibliche Welt voller lebendiger Energie- und Lichteindrücke, die sich ständig veränderten. Jedes Eindringen in diese verbundene Harmonie wurde von allen Tieren augenblicklich bemerkt und ebenso augenblicklich reagierten sie darauf. Ich war zu Tränen gerührt!

„Am besten wird die Energie
durch das Sein in der Natur geformt.
Da ist sie nicht verzerrt,
nicht manipuliert.
Sie ist in dieser Hinsicht rein.
… Ich rate allen, die nach einem
tieferen spirituellen Selbst streben,
sich in die Natur zu begeben,
denn ihre Harmonien ermöglichen es dir,
die Energie auf eine Weise zu hören,
wie du sie noch nicht gehört hast.“

Zitat aus Solomon spricht, Über ein Leben in Verbundenheit
von Eric Pearl und Frederik Ponzlow
Koha-Verlag, Seite 158

Wie wäre es, wenn wir Menschen uns wieder so sehr an unsere vergessene Verbundenheit mit allem erinnern würden, so dass wir in Frieden mit allen Wesen leben können? Ich sehe diese Zeit nah und jetzt …

In Liebe und Verbundenheit
Barbara

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2 Gedanken zu „Unsichtbar – oder eins mit der Natur?

  1. Petra Maria

    In den ersten fünf Zeilen hab ich mich absolut wiedergefunden.
    In solchen Momenten fühle ich mich mit dem Universum verbunden.

    Antworten
    1. Barbara Artikelautor

      Liebe Petra Maria,
      danke für Deinen Kommentar! Wunderbar … diese Verbundenheit ist so unendlich wertvoll!

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