Ich erwachte …

Eine Inspiration von Barbara Maria Piel

Ich erwachte im Garten als Kind und sah meinen Vater. Sanft und ermunternd lächelte er mich an und ich lächelte erleichtert zurück: „Vater!“ „Mein Kind. Ich liebe dich!“ Schnell sprang ich auf und lief zu ihm hin. Noch immer lächelnd streckte er mir seine Hand entgegen und erleichtert legte ich meine hinein. Gemeinsam gingen wir eine Weile.

„Was für ein wunderschöner Garten!“, staunte ich mit großen Augen, „So einen hätte ich auch gerne für mich!“ „Mein liebes Kind, das ist dein Garten!“ Überflutet von wundervollen Empfindungen begann ich zu schluchzen und eine Flut von Tränen liefen mir die Wangen hinunter: „Mein Garten? Das ist mein Garten?“ Ich konnte es kaum glauben und doch fühlte es sich durch und durch wahr an.

Mein Vater nahm mich auf den Arm und zeigte mir eine duftende Blüte: „Da schau … .“ Der ganze Baum war mit Blüten übersät von denen jede einzelne so unglaublich lebendig wirkte. Sanft berührte ich eine von ihnen und wurde tief innerlich von ihr berührt.

SchwimmunterrichtAls mein Vater mich wieder absetzte, lief ich hierhin und dorthin und plötzlich war dort eine gebogene Holzbrücke, die über einen kleinen Fluss führte. Ich war ganz aufgeregt und rannte auf die Brücke: „Oh, schau mal, schau mal, schau mal …. .“ Dort schwamm eine Entenfamilie inmitten von einem lichten, bunten Blütenmeer, welches auf dem Wasser trieb. Auf der Brücke hockend, beobachtete ich sie durch das Holzgitter.

„Ich würde so gerne im Garten spielen.“ „Mein Kind, genau deshalb bist du hier!“ „Oh.“ Plötzlich stand ich vor einem Baum und umarmte ihn mit einem überwältigenden Gefühl von Verbundenheit. „Das ist dein Baum.“, sagte mein Vater liebevoll. Und ich wusste nicht weshalb, aber wieder flossen mir die Tränen wie Sturzbäche die Wangen hinunter. Ich wusste auch nicht, was es zu bedeuten hatte, das dies mein Baum war und weshalb es mich so sehr berührte. Aber irgendwie spielte das auch überhaupt keine Rolle.

SquirrelAls ich mich endlich beruhigt hatte, sah ich ein Eichhörnchen gewandt den Baumstamm hochklettern. Impulsartig kletterte ich lächelnd hinterher. Hoch oben im Baum atmete ich tief durch. Die Luft war hier ganz anders. „Ich bin frei! Vollkommen frei!“, rief ich erleichtert aus. „Ja“, bestätigte mir mein Vater, „du bist vollkommen frei!“

Wieder unten, schaute ich mich im Garten um. Alles dort schien zu leuchten, zu singen und zu rufen: „Ich liebe dich, ich liebe dich, … ich liebe dich, … !“ Die Bäume, Blumen, das Gras, die Luft und das Wasser, … einfach alles. War es die Stimme des Vaters? Ja, ich war mir ganz sicher. Noch etwas war anders: Ich war in diesem wunderschönen Garten, meinem Garten, und fühlte ihn gleichzeitig in mir, ALLES dort. Es atmete sogar in mir. Ich war voller Liebe. „Jetzt bist du selber Schöpfer.“, hörte ich meinen Vater sagen, „Schöpfer einer wundervollen Welt.“

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4 Gedanken zu „Ich erwachte …

  1. Doris Vogt

    Liebe Barbara, da möchte ich der Stafanie recht geben. Eine sehr berührende Geschichte!! Es ist das Paradies, nachdem sich Jeder Mensch sehnt. Aber wie heißt es so schön, “ Wie Innen, so Außen. Demnach ist Jeder selbst dafür verantwortlich, ob er ein Paradies vorfinden, oder das Gegenteil. Noch anders ausgedrückt, sein Leben selbstverantwortlich in die Hände nimmt, statt in einer Opferolle zu verharren.

    Ganz liebe Grüße
    Doris

    Antworten
    1. Barbara Artikelautor

      Hallo liebe Doris, vielen Dank! Da schreibst Du große Wahrheiten, die für die meisten Menschen schwer zu fassen sind. Ja, wir sind hier auf der Erde um unser Leben selbst zu gestalten aus unserem Inneren heraus …. .

      Herzliche Grüße an Dich!

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