Kind sein, Kind bleiben

Artikel von Barbara Maria Piel

„Lasst die Kinder zu mir kommen;
hindert sie nicht daran!
Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.“
Matthäus 19,14

In unserer verstandesbetonten Welt sehen wir immer wieder, dass kleine Kinder einen noch ziemlich unverfälschten Zugang auch zur unsichtbaren Welt haben, die der Verstand sich nicht erklären kann. Selbst Menschen, die diesen Zugang haben, wie beispielsweise medial Veranlagte oder auch Geistheiler, versuchen Wahrgenommenens in bestimmte erklärbareKüss ich dich jetzt? Kategorien einzuordnen. Kleine Kinder tun das noch nicht. Sie gehen vollkommen urteilsfrei mit ihrer Umwelt um. Je älter sie werden, umso mehr unterliegen sie dann den Konditionierungen, den Wertungen, die Ihnen von Eltern, Erziehern, Lehrern, Ausbildern usw. auferlegt werden. Wie großartig, wenn unsere Kinder sich entfalten könnten ohne gezwungenermaßen verquere Glaubenssätze und negative Denkmuster annehmen zu müssen. Wir würden in einer ganz anderen Welt leben, voller Lebendigkeit und Spontanität.

Ich war sehr überrascht und erfreut vor kurzem auf Vorträge von Andrè Stern gestoßen zu sein, der von seinen Eltern nicht im üblichen Sinne „erzogen“ wurde, sondern mit ihnen gemeinsam aufwuchs und jeden Tag seiner kindlichen Begeisterung folgen durfte. Er ging weder in einen Kindergarten noch in eine Schule. Andrè spricht fünf Sprachen, ist Musiker, Komponist, Gitarrenbauer, Autor und gefragter Vortragender (vor allem in Deutschland). Dennoch kennt er weder Beruf noch Urlaub, Freizeit oder Feierabend. Alles was er tut ist, seinem Interesse, seiner Neigung zu folgen und das macht ihn so erfolgreich. Die kindliche Begeisterung ist ihm nie abtrainiert worden. Es ist seine natürliche Selbstsicherheit und Kreativität, die mich fasziniert.

Mittlerweile ist er selbst Vater und auch sein Kind wird nicht die Schule gehen, außer es selbst äußert diesen Wunsch. Hier drei spannende Youtube-Videos:

Andrè Stern im Porträt

Mein Kind wird nie zur Schule gehen

Vortrag Leben und Lernen aus Begeisterung

Seit langem ist es mir ein Anliegen, wieder zurückzufinden in dieses ursprüngliche kindliche Vertrauen. Denn auch wir sind ja im Innersten Kinder mit dieser unerschöpflichen, angeborenen Kreativität und Neugierde unseren Daseinssinn zu leben, für den wir auf die Erde gekommen sind. Das ist nur möglich, wenn wir uns verbunden oder sogar eins fühlen mit allem Dasein, spontan sind und beobachten ohne zu werten. Ich bin davon überzeugt, dass auch wir als Erwachsene wieder in diesen Zustand zurückkehren können. Immer öfter, immer wieder … und in diesen Momenten gehört auch uns das Himmelreich.

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2 Gedanken zu „Kind sein, Kind bleiben

    1. Barbara Artikelautor

      Hallo Stefanie,
      lieben Dank für’s Teilen! Ja, die Kinder und ihr unendliches Vertrauen … 😀
      Alles Gute Dir
      Barbara

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